Liga verrückt – Oettinger RSB Team Thüringer gewinnt gegen USC München
Das Oettinger RSB Team Thüringen mischt weiter die Liga auf und greift nun groß in den Playoff-Kampf ein. Die Elxlebener konnten vor heimischer Kulisse den Rekordmeister USC München überraschend deutlich mit 72:57 bezwingen.
Bis zum Ende des dritten Viertels entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Erst im letzten Spielabschnitt konnten sich die Hausherren entscheidend absetzen und den dritten Erfolg in Serie feiern. Bei den Münchener waren Haberkorn, Welin und vor allem Center Ben Döring (kam am Ende nur auf 8 Punkte) schnell foul-belastet und konnten so in der Crunchtime nicht vollem Einsatz in der Defense zu Werke gehen. Topscorer der Partie wurden RSB-Center Halouski mit 29 Punkten sowie der deutsche Nationalspieler Sebastian Magenheim bei den Gästen mit 24 Zählern. Das Oettinger RSB Team hat durch den Erfolg zu den Bayern in der Bilanz gleichgezogen und sind dick im Playoff-Geschäft.
Abstiegskandidat Jena Caputs muss dagegen weiter auf den zweiten Ligaerfolg warten. Die Ostdeutschen verloren in Frankfurt bei den Mainhatten Skywheelers mit 66:46. Es war wieder ein typisches Spiel der Mannschaft von Spielertrainer Lars Christink. In der ersten Halbzeit spielten die Thüringen gut mit und lagen lediglich mit acht Punkten in Rückstand. Aber in der zweiten Spielhälfte riss wie so oft der Faden im Caputs-Spiel. Durch mehrere Turnover gab man den Skywheelers die Chance deren Vorsprung entscheidend zu vergrößern. Im letzten Viertel holte Jena noch die Brechstange raus und lud damit die Frankfurter zu einfachen Fastbreakpunkten ein. Topscorer wurden der Frankfurter Andreas Kress mit 24 Punkten sowie Caputs-Center Eric Zinke mit 13 Zählern. Für Zinke war es vorerst der letzte Einsatz für die Thüringer (Afghanistan-Einsatz) und steht den Jena Caputs in den wichtigen Spielen gegen Salzburg (kommende Woche) und Hannover nicht zur Verfügung.
Den Köln 99ers gelang der ersehnte Befreiungsschlag. Nach zwei Pleiten zu Jahresanfang gewannen die Rheinländer beim Südaufsteiger RSV Basket Salzburg knapp 74:79 nach Verlängerung. Die Partie war bis in die letzten Sekunden hinein hoch dramatisch. Die Gastgeber konnten vor allem im dritten Viertel (27:20) ihr Potential zeigen. Topscorer wurden die beiden Center Lukas Hartig (25 Punkte, RSV Basket Salzburg) und Thomas Becker (31 Punkte, Köln 99ers).
Die Immovesta Trier Dolphins können die anvisierten Playoffs nach der Heimpleite gegen die RSC-Rollis Zwickau fast abschreiben. Das Team von RBBL-Topscorer Dirk Passiwan (44 Punkte) konnte vor heimischer Kulisse nicht an die Leistung des Hinspiel anschließen. Die Sachsen zeigten von Beginn an, dass sie ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollten und gewannen den ersten Abschnitt deutlich mit 8:24. Davon erholten sich die Hausherren nicht mehr und konnten bis zum vierten Viertel den Rückstand nicht verkürzen. In den letzten zehn Spielminuten zog der Vizemeister dann noch mal an und markierte den wichtigen 66:89-Erfolg. Der Tscheche Adam Erben (38 Punkten) wird nach dem Abgang von US-Center Joseph Chambers für die Zwickauer immer mehr zum X-Faktor. US-Forward Bryce Doody gelangen starke 16 Assists, mit Pohlmann (16 Punkte) und Balcerowski (17 Punkte) scorten zwei weitere Spieler der Gäste zweistellig.
Am Sonntag komplettierten dann Hannover United und der Meister und Pokalsieger RSV Lahn-Dill den Spieltag. Die hessischen Gäste wurden in einer einseitigen Partie ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen souverän mit 34:96. RSV-Trainer Nicolai Zeltinger nutzte das Spiel gegen Nordaufsteiger um allen Spielern annähern die gleiche Spielzeit zu geben und seine Stammspieler zu schonen. Beste Werfer bei den Niedersachsen wurde Center Kai Möller mit 13 Punkten sowie der Wetzlarer Steve Serio mit 19 Zählern.
13. Spieltag in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL)
- Mainhatten Skywheelers – Jena Caputs 66:46 (32:24)
- RSV Basket Salzburg – Köln 99ers 74:79 (31:37)
- Hannover United – RSV Lahn-Dill 34:96 (18:31)
- Immovesta Dolphins Trier – RSC-Rollis Zwickau 66:89 (25:42)
- Oettinger RSB Team Thüringen – USC München 72:57 (28:30)





Kommentieren