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„Blicken mit sehr viel Vorfreude in die Zukunft“

2022 wird mit dem Queens Cup am 7. Mai ein neues Rollstuhlbasketball-Turnier für Mädchen und Frauen ins Leben gerufen. Ann-Katrin Gesellnsetter, verantwortlich für Frauensport im Rollstuhlbasketball in Deutschland, verrät im Interview, was sie sich von diesem breitensportlichen, inklusiven Event für Teilnehmerinnen ab 12 Jahren erhofft - und wie der Frauensport durch die Pandemie profitieren konnte.

Wie oder wem kam die Idee mit dem Queens Cup?

Die Idee zum QueensCup wurde bereits 2019 geboren. Wir haben damals im Rahmen der Deutschen Meisterschaft der Damen in Hamburg in einer größeren Runde

zusammengesessen und darüber diskutiert, wie wir künftig die Deutsche Meisterschaft besser aufstellen können. Damals wurde recht schnell klar, dass wir, wenn wir die DM leistungsorientierter aufstellen wollen, auch ein zweites eher breitensportliches Event brauchen.

In diesem Jahr ist es jetzt soweit.

Gute drei Jahre später können wir die Idee von damals endlich in die Tat umsetzen. Mit Anna Gerwinat haben wir eine Rollstuhlbasketballerin für das Projektteam gewonnen, die sich der Sache voll verschrieben und den QC nach Halle (Saale) geholt hat. Ohne engagierte Ehrenämtler wäre so ein Event nicht möglich.



Was erhoffst du dir vom Queens Cup?

Im ersten Jahr hoffen wir erstmal ganz pragmatisch, dass alles so funktioniert, wie wir uns das wünschen. Wir haben viel Herzblut in die Planung gesteckt und deshalb ist das erste Ziel, dass am Sonntagmorgen alle Teilnehmerinnen mit dem Gefühl nach Hause fahren, dass sie ein tolles Event erlebt haben und am liebsten nächstes Jahr wiederkommen wollen. Langfristig möchten wir den QueenCup als zweiten festen Termin für Frauen im Jahresterminplan etablieren, um vor allem noch unerfahrenen Spielerinnen die Möglichkeit zu geben, Rollstuhlbasketball in einem reinen Damenteam zu spielen und sich dort vielleicht auch für die Kaderteams der Deutschen Meisterschaft zu empfehlen.


Die DMD im vergangenen Jahr war nach fast 1,5 Jahren mal wieder ein Turnier für viele Spielerinnen. Jetzt soll es optimalerweise den QC und die DMD geben 2022 - wie siehst du den Rollstuhlbasketballsport für Damen in Deutschland aktuell aufgestellt?

Natürlich sind die zwei Jahre Pandemie auch an uns nicht spurlos vorbei gegangen.

Allerdings haben wir in der Kommission Damen diese Zeit genutzt, um uns im Hintergrund neu aufzustellen. Und tatsächlich haben für uns Dinge, wie die Möglichkeit

Videokonferenzen zu halten, ganz neue Impulse gesetzt. Dadurch konnten wir einige neue Gesichter für unsere Projekte gewinnen, die sich früher nicht so einfach beteiligen konnten. Wir sind deutlich agiler geworden. Deshalb blicken wir gerade mit sehr viel Vorfreude in die Zukunft. Wir werden sowohl den Queens Cup als auch die Deutsche Meisterschaft der Damen in diesem Jahr erstmals als Ausrichter und Veranstalter selbst umsetzen. Das ist und wird für uns extrem spannend.


Was ist euer Ziel in der Kommission? Also wo wollt ihr den Frauensport hinbringen?

Überall! Wir sehen uns langfristig nicht mehr als eigene Kommission, sondern als

Projektteam, dass sich in jeder Kommission mit einer Person für die Belange von Mädchen und Frauen einbringt. Rollstuhlbasketball für Frauen gehört dazu, egal ob im Leistungssport oder in der PR.


Anmeldungen für den Queens Cup und die Deutsche Meisterschaft der Damen sind bei Klick auf den Link möglich.





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