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Deutsche Rollstuhlbasketballer entzaubern Weltmeister

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat nahtlos an die gute Leistung des Vortags gegen Paralympicssieger USA angeknüpft und in Spiel zwei von Tokio den ersten Sieg eingefahren. Beim 71:59-Erfolg (13:13/31:28/57:43) gegen Welt- und Europameister Großbritannien überzeugte vor allem Topscorer Thomas Böhme, der am Ende mit starken 27 Punkten, zehn Rebounds und fünf Assists ein so genanntes „Double-double“ erzielte.

Das deutsche Team überzeugte dabei erneut mit einer starken Defensiv-Leistung, konnte aber in der eigenen Offensive im Vergleich zur bitteren Niederlage gegen die USA am Vortag sich noch einmal steigern. Vor allem jenseits der Dreipunktelinie entschied das Team mit Adler auf der Brust die Partie für sich. Herausragend dabei Thomas Böhme, der vier seiner sieben Würfe von jenseits der 6,75m-Markierung in die Reuse der Briten einschweben ließ.


Nach einem verhaltenen Start brachte ein erster 15:3-Lauf das Team von Bundestrainer Nicolai Zeltinger beim 23:16 (14.) erstmals nach vorne. Nach einem Freiwurf des ebenfalls gut aufgelegten Nico Dreimüller zum 49:34 (26.), wirkte der britische Weltmeister fast ratlos, während Deutschland die höchste Führung bejubeln konnte. Zwar konnten die Briten in der Folge Böhme besser kontrollierten, doch nun nutze vor allem André Bienek die sich ihm bietenden Freiräume mit einer starken Leistung unter dem gegnerischen Korb aus. Auch wenn das Team von der Insel, das aufgrund einer Corona-Infektion auf ihren Head-Coach Haj Bhania verzichten musste, am Ende noch einmal alles in die Waagschale warf (64:55, 37.), jubelte nach der Schlusssirene Deutschland verdient und souverän.


Thomas Böhme: „Wir dürfen zufrieden sein, auch wenn wir am Ende etwas fahrig agiert haben und noch Luft nach oben haben. Wir sind auf einem guten Weg und bereiten uns nun auf Australien am Samstag vor“.


André Bienek: „Wir haben da angeknüpft wo wir gestern aufgehört haben und ein gutes Spiel gemacht. Ich bin sehr stolz auf unsere Leistung und das gesamte Team. Doch das müssen wir jetzt abhaken und uns auf das nächste Spiel konzentrieren.“


Deutschland: Thomas Böhme (27/4 Dreier, RSV Lahn-Dill), André Bienek (17/2, RSB Thuringia Bulls), Nico Dreimüller (10, ING Skywheelers Frankfurt), Jens Eike Albrecht (5, RSB Thuringia Bulls), Aliaksandr Halouski (5/1, RSB Thuringia Bulls), Matthias Güntner (4, Rhine River Rhinos Wiesbaden), Joe Bestwick (3, RBC Köln 99ers), Jan Haller (Hannover United), Christopher Huber (RSV Lahn-Dill), Jan Sadler (Hannover United), Phillip Schorp (BBC Münsterland), Tobias Hell (n.e., Hannover United).


Großbritannien: Ghazian Choudhry (14), Harrison Brown (10), Ian Sagar (8), Terry Bywater (9/1), Gregg Warburton (6), Abdi Jama (5), Lee Manning (5), Ben Fox (2), James Macsorley, Billy Bridge (n.e.), Lewis Edwards (n.e.), James Palmer (n.e., Rhine River Rhinos Wiesbaden).


Foto: Steffie Wunderl/DBS

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