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DMJ in Bonn: Team NRW nicht zu stoppen

Gastgeber Nordrhein-Westfalen hat die Deutsche Meisterschaft der Junioren*innen in der Bonner Hardtberghalle souverän gewonnen. Nachdem das größte nationale Nachwuchsturnier im Rollstuhlbasketball 2020 und 2021 coronabedingt abgesagt werden musste, war es am Wochenende endlich so weit.

Das Siegerteam aus NRW

Die Vorfreude der teilnehmenden Teams aus Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen war bei der Ankunft am Freitag dementsprechend groß. Nach der offiziellen Begrüßung durch U22-Trainer Peter Richarz konnte es endlich losgehen. Das Turnier eröffneten die Gastgeber aus NRW und Titelverteidiger Hessen. NRW startete furios in das Turnier und gewann die erste Partie des Tages souverän mit 50:20. Auch die zweite Begegnung des von Marcel Fedde und Tarik Cajo trainierten Teams endete mit einem 35:26 Erfolg gegen Niedersachsen. In der 2. Gruppe setzte sich Bayern mit zwei Erfolgen gegen Hamburg und Sachsen durch. Somit standen am Ende des ersten Turniertages die Semifinals fest. NRW traf auf den Zweitplatzierten der Gruppe 2 aus Sachsen, Bayern als Gruppensieger hatte Team Hessen als Gegner. Hamburg und Niedersachsen spielten am Sonntag um Platz 5. Zu früher Stunde ging es am Sonntag mit den beiden Halbfinalspielen los. NRW zeigte sich vom frühen Spielbeginn um 9:00 Uhr unbeeindruckt und war von der ersten Minute an hellwach, bereits zur Pause führte NRW mit Kapitänin Lisa Bergenthal deutlich mit 28:8 gegen Team Sachsen. Auch in den Vierteln 3 und 4 ließen sie nichts mehr anbrennen und feierten mit dem 45:18 Sieg den verdienten Finaleinzug.

Die Allstars Julian Lammering, Alexander Budde, Bastian Kolb, Luc Weiland und Thomas Reier

Im zweiten Halbfinale entzauberte Team Bayern den Titelverteidiger aus Hessen. Mit einem deutlichen 60:23 zog das Team, angeführt vom starken Bastian Kolb, der neben Thomas Reier, Julian Lammering (beide Team NRW), Luc Weiland (Team Hamburg) und Alexander Budde (Team Niedersachsen) in das Allstar-Team gewählt wurde, in das Finale um den Titel ein. In den Platzierungsspielen setzten sich um Platz 5 Niedersachsen gegen Hamburg und um Platz 3 Sachsen gegen Hessen durch. Im Finale erwischte NRW wieder einen nahezu perfekten Start in die Begegnung. Die ersten Punkte durch den Kölner Thomas Reier konnten Kolb und Peisker noch zum 6:4 aus Sicht der Bayern kontern, dann spielte jedoch nur noch Nordrhein-Westfalen. Julian Lammering und Paul Jachmich ließen ein ums andere Mal den Ball durch die bayrische Reuse rauschen. Zur Halbzeitpause lag der Gastgeber bereits mit 27:18 in Führung. Auch nach der Pause hielten die Gastgeber die Intensität und das Tempo in der Partie hoch. Beim Stand von 48:27 nach dem dritten Viertel war das Finale entschieden.

Bastian Kolb von Bayern und Maximilian Lammering von NRW kämpfen im Finale um den Ball

NRW ließ keinen Zweifel mehr aufkommen, welche Mannschaft bei der Siegerehrung den Pokal von Bonns Bürgermeisterin Dr. Ursula Sautter und Bundestrainer Nicolai Zeltinger überreicht bekommen sollte. Bayern wehrte sich mit dem wieder starken Bastian Kolb nach Kräften, war aber letztendlich ohne Chance. Verdient gewann Team NRW den Titel und feierte den Erfolg ausgelassen. Herren-Bundestrainer Nicolai Zeltinger zeigte sich nach dem Turnier hochzufrieden mit der Deutschen Meisterschaft: „Wir haben ein sehr gutes, sehr hohes Niveau gesehen. Viele Leistungsträger haben sich nachhaltig für die U22-Nationalmannschaft empfohlen, einige sind auch direkt nach dem Turnier mit der U22 zu Testspielen nach Israel geflogen. Es freut mich, dass immer mehr Landesverbände professionell aufgestellt sind.“ Die Ergebnisse im Einzelnen Gruppenphase NRW – Hessen 50:20 Bayern – Hamburg 53:13 Niedersachsen – NRW 26:35 Sachsen – Bayern 21:44 Hessen – Niedersachsen 30:28 Hamburg – Sachsen 31:48 Halbfinale NRW – Sachsen 45:18 Bayern – Hessen 60:23 Spiel um Platz 5 Hamburg – Niedersachsen 24:64 Spiel um Platz 3 Sachsen – Hessen 37:31 Endspiel NRW – Bayern 63:40


Text: Helmut Beines / ASV Bonn Fotos: Steffie Wunderl


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