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„Neue Ära der Verbandsarbeit“

Bei der Basketball-Vertreter-Versammlung des deutschen Rollstuhlbasketballs herrschte Aufbruchstimmung. Der Fachbereich möchte künftig enger mit den Vereinen zusammenrücken – eine übergeordnete Fachbereichsordnung, eine neue Organisationsstruktur sowie eine in der AG Zukunft erarbeitete Vision und Mission nebst einem neuen Markenbild und Slogan sollen dabei helfen.

Christoph Küffner bleibt erster Vorsitzender des deutschen Rollstuhlbasketballs

Die ordentliche Basketball-Vertreter-Versammlung (BVV) des deutschen Rollstuhlbasketballs in Dresden war aus Sicht des Vorsitzenden Christoph Küffner ein voller Erfolg: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass es eine außerordentlich konstruktive und mit guten Ideen gespickte Veranstaltung war.“ 42 Stimmberechtigte aus 23 Vereinen waren in Dresden vor Ort und entlasteten nicht nur den alten Vorstand, sondern wählten auch den neuen Vorstand, der künftig aus Christoph Küffner (Vorsitzender), Anne Brießmann (Talententwicklung), Marcus Jach (Sport), Fritz Müller (Finanzen & Strategie) und Nicolai Zeltinger (Marketing, Kommunikation & Events) besteht.

Künftig sollen die Vereine im Mittelpunkt stehen, erklärt Küffner, der den Fachbereich als Dienstleister sieht: „Es beginnt eine neue Ära der Verbandsarbeit, die darauf fußt, dass wir mit den Vereinen stärker zusammenrücken werden. Das bedingt zum einen die neue Organisationsstruktur, aber eben auch die neuen Inhalte aus der AG Zukunft wie die übergeordnete Fachbereichsordnung.“ Bezüglich der Spielordnung und der Klassifizierung wurden ebenfalls viele Anträge genehmigt, unter anderem soll es eine Neustrukturierung der Ligen geben.

Die in der AG Zukunft lange von einem großen Kompetenz-Team erarbeitete Vision und Mission für den deutschen Rollstuhlbasketball wurde ebenfalls von der BVV genehmigt – ebenso wie die aus der AG Zukunft stammende Initiative mit einem neuen Slogan und einem neuen Markenauftritt. „Für unsere Vision ‚Wir wollen 2028 die erfolgreichste Rollstuhlbasketball-Nation in Europa sein‘ haben wir unter anderem die Leitwerte unserer Marke neu definiert und ein neues Logo entwickelt. Unsere zukünftige zentrale Markenaussage für den Rollstuhlbasketball lautet ‚Faszination auf Rädern‘“, erklärt Küffner: „Wir – die Vereine und der Verband – sind zusammen der deutsche Rollstuhlbasketball und wir haben ein gemeinsames Ziel: die Faszination auf Rädern mit allen zu teilen. Gemeinsam wollen wir erfolgreich sein, denn nur als Gemeinschaft sind wir stark. Unsere Stärke, das ist vor allem unsere solide breite Basis, die in der Weltspitze mündet. Wir leben seit jeher einen besonderen Teamgeist für die Faszination auf Rädern. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft unsere Ziele erreichen. Bei uns zählt jede und jeder und alle sollen Teil unserer Vision sein: die erfolgreichste Rollstuhlbasketball-Nation in Europa zu werden. Das werden wir erreichen, wenn wir alle das gleiche Ziel verfolgen und unsere gemeinsame Werte wie Toleranz, Offenheit und Respekt vertreten.“

Küffner freute dabei besonders, dass „auch viele neue und jüngere Sportfreunde und Verantwortliche die Veränderung des Rollstuhlbasketballs in Deutschland aktiv mitgestalten wollen.“ Künftig soll die BVV nicht mehr nur alle vier Jahre, sondern jährlich stattfinden. Dafür wurden David Schulze von den BG Baskets Hamburg und Marvin Malsy von den Rhine River Rhinos als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender der BVV gewählt. „Mit dem neuen Set-Up wird für den Fachbereich ein Neustart stattfinden“, sagt Küffner mit Blick auf den ersten Vorstand und die neugewählten Vorsitzenden der BVV. „Mein größter Dank gebührt den Leuten, die die BVV mitgeplant haben und den Mitgliedern, die nicht mehr in der ersten Reihe des Vorstands sind“, sagt Küffner und nennt dabei Jürgen Bäumer, Sabine Drisch, Ann-Katrin Gesellnsetter, Uwe Kögler, Laura Löffler, Mareike Miller, Andreas Potsch, Jutta Retzer und Moritz Weith: „Wir freuen uns, dass viele weiterhin aktiv im Fachbereich RBB bleiben.“

Küffner und sein Vorstand sind nach der BVV voller Tatendrang. „Alle Ideen, die wir eingebracht haben, sind auf eine positive Resonanz und Zustimmung gestoßen. Es gab viel konstruktive Kritik bei einigen Punkten und Ideen, wie man Dinge anders machen kann. Die werden wir mitnehmen und daran arbeiten“, sagt Küffner: „Es wird zu einer Veränderung führen, die viele positive Dinge mit sich bringt. Sollte das eine oder andere nicht so funktionieren, wie wir uns das vorgestellt haben, dann haben wir zukünftig die Möglichkeit, jährlich bei der BVV darüber zu sprechen. Insgesamt bin ich sehr glücklich, dass die Vereine dem vorgeschlagenen Weg der Veränderungen ihr Vertrauen geschenkt haben. Man hatte das Gefühl, dass die Vereine daran glauben und bereit sind, den Weg mit uns zu gehen und jetzt eine neue Zeitrechnung stattfindet.“


Rollstuhlbasketball – Faszination auf Rädern

Wenn sich Technik und Sport vereinen, wenn Fans und Spieler eine große Gemeinschaft sind und wenn Sportler:in und Spielgerät eine Einheit bilden, dann ist die Rede von Rollstuhlbasketball. Technik auf höchstem Niveau und ein Sport, der begeistert – dafür steht der Rollstuhlbasketball in Deutschland. Unser Sport ist die pure Faszination auf Rädern und begeistert Aktive wie Fans gleicher-maßen. Rollstuhlbasketball ist aber auch gelebte Inklusion, Fairness und Gemeinschaft, wie man sie anderswo kaum findet.

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