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Trauer um Georg Hennig

Der Rollstuhlbasketball in Deutschland trauert um Georg Hennig, der den Spielbetrieb national über Jahrzehnte maßgeblich geprägt hat und nun im Alter von 61 Jahren verstorben ist. In seinem Heimatverein, dem TKW Nienburg 1904 e.V., etablierte Hennig als ehemaliger Bundesliga- und Nationalspieler den Rollstuhlbasketball als 1. Vorsitzender.

„Der Rollstuhlbasketball in Deutschland hätte heute vermutlich ein anderes Gesicht, wenn Georg Hennig nicht so viel bewegt hätte“, sagt Christoph Küffner, Vorsitzender des Fachbereichs Rollstuhlbasketball: „Wir sind sehr traurig, aber auch dankbar, dass er unserem Sport so viel gegeben hat.“

Im Fachbereich Rollstuhlbasketball des Deutschen Rollstuhl-Sportverbands (DRS) war er von 1977 bis 2017 Vorsitzender der Spielbetriebs-Kommission, von 1994 bis 1996 Spielleiter der 2. Bundesliga Nord und der Regionalliga Nord und von 1996 bis 2016 auch Spielleiter der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga.

Zudem baute er 2007 die damalige Spielerdatenbank mit auf und war 2013 bei der Heim-Europameisterschaft in Frankfurt eine wichtige Stütze bei der Organisation des Spielbetriebs. „Georg war ein wirklich toller Mensch, dem unser Sport unendlich viel zu verdanken hat. Er war immer geradeheraus, ehrlich und in der Sache bestimmend. Konnte aber auch seine Meinung ändern, wenn man überzeugende Argumente hatte. Eine Eigenschaft, die wenig Menschen haben“, schreibt Pierre Fontaine, der für die Heim-EM eng mit ihm zusammengearbeitet hatte, im Nachruf der ING Skywheelers.

Für sein vielfältiges Engagement wurde Hennig auch 2010 mit dem DRS-Sport-Ehrenpreis ausgezeichnet, dem heutigen Dr.-Horst-Strohkendl-Preis. „Ich bin tief betroffen und sehr traurig“, sagt Ulf Mehrens, 1. Vorsitzender des DRS, „wir verlieren einen guten Freund. Als Wegbegleiter und langjähriger Unterstützer des Rollstuhlsports werden wir Georg Hennig stets in guter Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt in diesen Tagen seiner Witwe sowie allen Angehörigen.“

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