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"Tut weh": Herren verpassen EM-Finale

Die deutschen Rollstuhlbasketballer haben am Freitag in Madrid das Finale der Europameisterschaft verpasst. Fünf punktlose Minuten zum Ende des Spiels verdarben den Traum vom EM-Finale.

Noch am Morgen hatte Bundestrainer Nicolai Zeltinger die Hiobsbotschaft erhalten, dass Tommy Böhme aufgrund eines Infekts nicht spielen kann. Dennoch spielte das deutsche Team stark, musste sich nach sechs Siegen in Folge aber den Niederlanden 58:65 (19:15, 15:16, 18:9, 6:25) geschlagen geben - und das, obwohl die Deutschen etwas mehr als fünf Minuten vor Ende noch 58:48 geführt hatten. Doch 17 Punkte in Folge der Niederländer beendeten die deutschen Träume vom ersten EM-Finale seit zehn Jahren.

„Tut verdammt weh“


Immer wieder ging es hin und her im Spiel, über 13:13 (7.) erspielten sich die Deutschen einen Vorsprung auf bis zu neun Zähler beim 30:21 (17.), doch die Niederlande kam zur Pause wieder auf 34:31 ran und erzielte dann auch die ersten beiden Punkte, doch die Deutschen zogen wieder auf 41:33 davon (23.) und hielten konstant einen Zehn-Punkte-Vorsprung, der nach dem dritten Viertel sogar auf zwölf Punkte anwuchs (52:40).

Noch fünf Minuten vor Ende sah es mit besagtem 58:48 komfortabel aus, doch 1:35 Minute vor Ende erzielte erst Quinten Zantinge vom RSV Lahn-Dill die erste niederländische Führung seit der 6. Minute, dann besiegelten Mendel Op Den Orth und Mustafa Korkmaz die deutsche Niederlage.

„Das ist brutal bitter und tut verdammt weh“, sagte Zeltinger, für dessen Team Aliaksandr Halouski 30 Punkte erzielte und elf Rebounds holte: „Wir haben ein starkes Spiel gemacht, aber wir hatten immer wieder Probleme mit der Presse der Holländer und die hat uns am Ende das Genick gebrochen.“

Nun steht am Sonntag um 12.30 Uhr das Spiel um Bronze gegen Titelverteidiger und Weltmeister Großbritannien oder Italien an. „Wir hätten gerne nach Gold gegriffen“, sagte Zeltinger, „aber jetzt müssen wir uns aufrappeln. Wir haben ein wichtiges Spiel vor uns, das wir gewinnen möchten.“


Deutschland: Aliaksandr Halouski (30, RSB Thuringia Bulls), Matthias Güntner (8, Rhine River Rhinos), Jens Eike Albrecht (8, RSB Thuringia Bulls), Jan Haller (8, Hannover United), Jan Sadler (4, Hannover United), Joe Bestwick (RBC Köln 99ers), Tobias Hell (Hannover United), Christopher Huber (-), Phillip Schorp (BBC Münsterland), Alexander Budde (n.e., Hannover United), Oliver Jantz (n.e., Hannover United), Thomas Böhme (n.e., RSV Lahn-Dill).

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