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Verschiebung der WM: Deutscher Rollstuhlbasketball fordert Aufklärung

Auch knapp zwei Wochen nach der Verschiebung der Rollstuhlbasketball-WM in Dubai sind Spielerinnen und Spieler ebenso wie Fans fassungslos. Der deutsche Rollstuhlbasketball befindet sich seither in Gesprächen mit dem Deutschen Behindertensportverband bezüglich der Aufklärung und möglicher Konsequenzen.

Am 9. September versetzte die Internationale Rollstuhlbasketball-Federation IWBF die Rollstuhlbasketball-Welt in Schockstarre: Die in etwas mehr als zwei Monate später startende Weltmeisterschaft in Dubai auf den 9. bis 20. Juni 2023 verschoben werden.

„Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem die Regierung von Dubai und das Dubai Sports Council mitgeteilt hatten, dass die IWBF-Weltmeisterschaften aufgrund des Konflikts mit der gleichzeitig im benachbarten Katar stattfindenden FIFA-Fußballweltmeisterschaft nicht zu den ursprünglich geplanten Terminen stattfinden können“, hatte die IWBF in einer Pressemitteilung verlauten lassen und auf die „außergewöhnlichen Bedingungen“ verwiesen, der sich die Regierung von Dubai mit der parallel in Katar ausgetragenen Fußball-WM ausgesetzt sieht.

Diese Aussage hat die IWBF in einem weltweiten Meeting noch mal unterstrichen: Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate habe die Veranstaltung unterbunden. „Die IWBF sagt, sie hätte keine andere Option gehabt, als den Verschiebungstermin im Juni zu akzeptieren“, sagt Damen-Bundestrainer Dirk Paßiwan.

„Wir tun uns schwer, den Hintergrund nachvollziehen zu können, da die Fußball-WM schon sehr lange terminiert war“, sagt Herren-Bundestrainer Nicolai Zeltinger: „Als Fachbereich stehen wir im Austausch mit dem Deutschen Behindertensportverband, der in Richtung IWBF deutlich Kritik äußern, sowie Aufklärung und mögliche Konsequenzen fordern wird.“

Am Donnerstagmittag veröffentlichte die IWBF dann weitere Informationen.


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