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WM-Dritter Australien eine Nummer zu groß

Deutsche Rollstuhlbasketballer kassieren 53:64-Niederlage

Im dritten Vorrundenspiel waren die deutschen Rollstuhlbasketballer trotz couragierter Leistung am Ende chancenlos gegen bisher ungeschlagene Australier. Nach der Schlusssirene stand eine 53:64-Niederlage (11:21/22:28/41:48) gegen den WM-Dritten aus Down Under zu Buche.

Bereits zu Beginn zeigte Australien zu was das Team bei diesen Paralympics in der Lage ist, als es nach nicht einmal zwei Spielminuten bereits 10:2 stand. Vor allem Center Bill Latham war dabei von der deutschen Defensive kaum zu kontrollieren, er alleine erzielte im ersten Viertel neun Punkte. Doch das deutsche Team kämpfte sich über eine nun verbesserte Verteidigung zurück in die Partie und als Kapitän Jan Haller Mitte des zweiten Abschnitts das 16:23 (15.) erzielen konnte, schien Deutschland auf dem Weg zu sein, die Partie gegen die bisher unbesiegten Australier offen gestalten zu können.


Doch aus der Kabine kam das in der deutschen Bundesliga aktive Duo Michael Auprince und Kim Robins erneut besser und machte aus der 28:22-Halbzeitführung schnell ein 44:28 (25.). Auch wenn die deutsche Offensive an diesem Tag nicht ihre Gefährlichkeit der beiden Duelle zuvor besaß, das Team von Bundestrainer Nicolai Zeltinger steckte die Köpfe nicht in den Sand. Ein Dreier von Topscorer Aliaksandr Halouski zum 35:46 (28.) oder dessen 48:54 (33.) sorgten immer wieder für den Anschluss. Die routinierten Australier hatten jedoch stets eine passende sportliche Antwort parat.


Jens Eike Albrecht: „Es war ein hartes Spiel, in das wir nicht gut gestartet sind. Wir haben uns immer wieder herangekämpft, doch einen solchen Rückstand gegen ein Team wie Australien aufzuholen ist ganz schwer“.


Bundestrainer Nicolai Zeltinger: „Das war heute ärgerlich. Natürlich haben wir offensiv nicht unseren besten Tag erwischt, aber wir haben uns immer wieder zurückgekämpft. Dass wir trotz einer nicht so guten Leistung trotzdem an den Australiern dran waren, zeigt dass wir nicht weit weg sind von den absoluten Topteams“.


Deutschland: Aliaksandr Halouski (13/1 Dreier, RSB Thuringia Bulls), Thomas Böhme (11, RSV Lahn-Dill), Nico Dreimüller (11/1, ING Skywheelers Frankfurt), Jan Haller (7, Hannover United), André Bienek (6, RSB Thuringia Bulls), Matthias Güntner (4, Rhine River Rhinos Wiesbaden), Joe Bestwick (1, RBC Köln 99ers), Jens Eike Albrecht (RSB Thuringia Bulls), Christopher Huber (RSV Lahn-Dill), Jan Sadler (Hannover United), Phillip Schorp (n.e., BBC Münsterland), Tobias Hell (n.e., Hannover United).


Australien: Bill Latham (17/1), Shaun Norris (14), Tom O´Neill-Thorne (10), Kim Robins (10, RBB München Iguanas), Matthew McShane (4), John McPhail (4), Jannik Blair (2, RSV Lahn-Dill), Tristan Knowles (2), Michael Auprince (1, RSV Lahn-Dill), Brett Stibners, Jeremy Tyndall, Samuel White (n.e.).


Foto: Steffie Wunderl / DBS

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